Die Entwicklung von Anwendungen für mobile Endgeräte wie Smartphone oder Tablet-PC wird auch für KMU immer mehr ein Thema. Beispiele dafür wären die Inventarisierung von Geräten und Ausstattungen, die Erfassung von Dienst- und Reisezeiten, die Unterstützung im Außendienst und Verkauf.


Bei den mobilen Anwendungen kann man grundsätzlich zwei Typen unterscheiden:

  1. Web-Apps
  2. Native Apps

Web-Apps sind Anwendungen, die im Browser eingebettet verwendet werden und mit Hilfe von HMTL5, CSS3 und JavaScript entwickelt werden. Die größten Vorteile dieser Applikationen sind:

  • keine Installation am mobilen Gerät (daher auch kein lästiges Updaten) und
  • Plattformunabhängigkeit
  • schnelle und einfache Entwicklung

Dagegen sind Native Mobile Anwendungen eigenständige zu installierende Applikationen, die plattformabhängig beispielsweise in den Programmiersprachen Objective-C, Java oder C# entwickelt werden. Die größten Vorteile sind:

  • Entwicklungsumgebung mit GUI-Elementen,
  • Zugriff auf alle Sensoren und
  • Verkauf bzw Download über einen Anwendungsshop (zB Apple App Store, Google Market-Place)

Die Entscheidung, welche der beiden Formen man bevorzugt, hängt von den Funktionen und vom NutzerInnenkreis der Anwendung ab. Je weniger man eingebaute Sensoren oder gespeicherte Daten (zB Kontakte) benötigt, desto eher wird eine Web-App vorteilhaft sein. Benötigt man eine hohe grafische Leistungsfähigkeit oder Zugriff auf persönliche Daten und Sensoren so wird eine mobile Native App zu bevorzugen sein. Eine heterogene NutzerInnenschicht, die mit unterschiedlichsten Endgeräten die Anwendung verwenden wollen, würde aus Sicht der Entwicklungskosten und des Verwaltungsaufwandes (eigene Entwicklung je unterstützter Plattform) ein Argument für eine Web-App sein. Ein weiterer beachtenswerter Punkt ist der Kontext, in welchem die Anwendung eingesetzt wird. Einmaliges rasches zugreifen auf Reiseinformationen wäre der Typ-WebApp, mehrmaliges zugreifen und lokales speichern von Firmendaten wäre der Typ Native App. Da die Grenze zwischen den beiden Typen immer mehr verschwimmt, kann die Entscheidung, welchen Typ man haben möchte, nur von Anwendungsfall zu Anwendungsfall getroffen werden.

Die BenutzerInnen sollten während des Einsatzes der Anwendung im Normalfall keine Unterschiede in der Bedienung und deren Möglichkeiten spüren.